{"id":17081,"date":"2024-01-01T16:43:56","date_gmt":"2024-01-01T15:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kukuk.com\/?p=17081"},"modified":"2024-01-07T18:46:44","modified_gmt":"2024-01-07T17:46:44","slug":"journey-interview","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kukuk.com\/it\/journey-interview\/","title":{"rendered":"Intervista sul viaggio"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Page Title Section&#8220; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_direction=&#8220;120deg&#8220; background_color_gradient_stops=&#8220;#000000 0%|rgba(0,0,0,0) 100%&#8220; background_color_gradient_overlays_image=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#000000&#8243; background_color_gradient_end=&#8220;rgba(0,0,0,0)&#8220; background_image=&#8220;https:\/\/kukuk.com\/wp-content\/uploads\/Bildschirm\u00adfoto-2024-01-03-um-16.32.02.png&#8220; custom_padding=&#8220;110px||9px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;2_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Title&#8220; _builder_version=&#8220;4.17.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;||||||||&#8220; header_font=&#8220;Poppins|600|||||||&#8220; header_font_size=&#8220;60px&#8220; header_line_height=&#8220;1.2em&#8220; header_2_font=&#8220;||||||||&#8220; header_2_font_size=&#8220;60px&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; custom_margin=&#8220;||20px|&#8220; custom_padding=&#8220;|||&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; header_font_size_tablet=&#8220;&#8220; header_font_size_phone=&#8220;40px&#8220; header_font_size_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>JOuRNEY<\/h1>\n<h1><span style=\"font-size: x-large;\">Die Oldtimer Detektivin<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.18.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; custom_padding=&#8220;26px||90px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row use_custom_gutter=&#8220;on&#8220; gutter_width=&#8220;2&#8243; make_equal=&#8220;on&#8220; module_class=&#8220; et_pb_row_fullwidth&#8220; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;94%&#8220; width_tablet=&#8220;80%&#8220; width_phone=&#8220;80%&#8220; width_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; max_width=&#8220;94%&#8220; max_width_tablet=&#8220;80%&#8220; max_width_phone=&#8220;80%&#8220; max_width_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; make_fullwidth=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kukuk.com\/wp-content\/uploads\/Bildschirm\u00adfoto-2024-01-03-um-16.32.02.png&#8220; title_text=&#8220;Bildschirm\u00adfoto 2024-01-03 um 16.32.02&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Original Artikel: PRINT MAGAZIN<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"col-s-12 col-m-12 col-l-10 col-l-1-offset\" style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Die gro\u00dfe Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Beide sind auf vier R\u00e4dern unterwegs \u2013 das war\u2019s erstmal mit den Gemeinsamkeiten. Fahrzeugtechnik Ingenieurin Laura Kukuk ist als Oldtimer-Sachverst\u00e4ndige weltweit gefragt und ist von der Nachhaltigkeit dieser \u00fcberzeugt. Daniel Zellinger von FlixBus schw\u00f6rt auf moderne Busse als umweltfreundlichere Alternative zum Auto. Wohin die Reise geht? Tats\u00e4chlich ans gleiche Ziel. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Mobilit\u00e4t von morgen.<\/p>\n<p><strong>Klettern wir einmal kurz auf die Auto-R\u00fcckbank Ihrer Kindheit. Woran erinnern Sie sich?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Meine Eltern besa\u00dfen einen Opel, mit dem wir oft zu meinen Gro\u00dfeltern fuhren. Wir Kinder brachten unsere Kassetten mit, die st\u00e4ndig hin- und hergespult wurden, weil wir immer die gleichen Lieder h\u00f6ren wollten.<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Oldtimer waren bei uns schon immer Alltagsfahrzeuge. Neben dem Topolino im lokalen Umkreis sind wir aber auch mit unserem ehemaligen Ur-Elfer in den Skiurlaub gefahren. Mein Vater hatte extra Vierpunkt-Gurte anfertigen lassen, damit wir Kinder hinten sitzen konnten. Das Gep\u00e4ck lagerte auf dem Beifahrersitz, hinten auf der Karosserie waren die Skier befestigt, los ging\u2019s.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Und was f\u00e4llt Ihnen ein, wenn Sie an Ihre erste Busreise zur\u00fcckdenken?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Da war ich zw\u00f6lf, es ging zu einer Sprachreise nach Plymouth, England. Die Busse sahen ja noch ein bisschen anders aus als heute, aber ich fand es gro\u00dfartig: Das erste Mal ohne Eltern unterwegs, und dann ist der Bus auch noch auf die F\u00e4hre gefahren.<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Ich erinnere mich an Klassenfahrten, sp\u00e4ter dann der erste Urlaub mit Freunden in S\u00fcdfrankreich. Bei diesen Reisen entstand jedes Mal eine gute Gemeinschaft, man kam mit seinen Nachbarn ins Gespr\u00e4ch, teilte sich die Snacks, wartete zusammen an der Rastst\u00e4tte in der Schlange.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die coolen Kids sa\u00dfen ja meistens in der letzten Reihe. Wo sa\u00dfen Sie?<\/strong><\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Immer mittendrin.<\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Hinten. Aber eigentlich nur, weil es mir dort am besten gefiel.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gibt es ein Bus-Klischee, das Sie total nervt?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Es \u00e4rgert mich, dass Busfahren immer als schmutzig wahrgenommen wird. Oft ist von stinkenden Dieselmotoren die Rede, aber das stimmt nicht. Fast alle unsere Busse sind mit neuen Euro-6-Motoren ausgestattet, im Vergleich mit Stadtbussen sind sie auch sehr gut ausgelastet. Also das, was dann pro Kundenkilometer an CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df rauskommt, ist wirklich extrem gering.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Dieses Vorurteil h\u00e4lt sich auch hartn\u00e4ckig, wenn Leute \u00fcber Oldtimer sprechen \u2013 weil sie sich nicht die komplette Kette anschauen. Ein Oldtimer ist das Nachhaltigste, was du fahren kannst. Wenn ein Fahrzeug mindestens 30 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch in einem guten Zustand ist, so ist dies bereits nachhaltig. Dar\u00fcber hinaus werden meistens die Bauteile aufwendig \u00fcberholt und restauriert, anstelle eines kosteng\u00fcnstigeren und weniger nachhaltigen Austauschs mit einem Neuteil. Heute hei\u00dft es bei einem Motorschaden sofort: neuer Motor rein. Bei einem Oldtimer ist die erste Instanz immer die Motorrevision.<\/p>\n<p><strong>Was ist in Sachen Mobilit\u00e4t ein absolutes No-Go f\u00fcr Sie?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Kurzstrecken-Fl\u00fcge innerhalb Deutschlands.<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Es gibt aber auch S\u00fcnden auf der Stra\u00dfe: Mit dem Achtzylinder-SUV in der Stadt erst zum Kindergarten und dann zum Yoga fahren. Wenn man im urbanen Stadtverkehr unterwegs ist, wo es kaum Parkm\u00f6glichkeiten gibt, und dann mit diesem gro\u00dfen Motor, der \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr Kurzstrecken gemacht ist, ist das v\u00f6llig absurd. Leider werden immer noch sehr viele SUVs verkauft, und die sind einfach \u00fcberhaupt nicht nachhaltig.<\/p>\n<p><strong>Wird sich dieser Trend wieder umkehren?\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Ich glaube, mit der E-Mobilit\u00e4t werden kleinere Fahrzeuge weiter boomen, weil die Gr\u00f6\u00dfe ja auch auf die Reichweite einzahlt. Nehmen wir mal diese neuen Autobatterien, die man austauschen kann, wenn keine Lades\u00e4ule in der N\u00e4he ist. Nicht die beste L\u00f6sung, aber eine gute \u00dcbergangsl\u00f6sung. Und die funktioniert nur, weil die Batterien so klein sind. Wo wir wieder bei kleineren Fahrzeugen w\u00e4ren.\u00a0 \u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Stichwort: Alternative Antriebstechnologien. Wie sieht es da <\/strong><strong>bei Flix aus?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> In diesem Jahr starten wir einen Versuch mit fl\u00fcssigem Biogas und lassen eine zweistellige Anzahl von Fahrzeugen in ausgew\u00e4hlten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern damit fahren. Aber egal, von welchem Kraftstoff wir sprechen, uns besch\u00e4ftigen immer die gleichen Fragen: \u00a0Wo kommt er her? Wie ist der zusammengesetzt? Welcher Kraftstoff wird in welchem Land wie gef\u00f6rdert, wie sieht die Infrastruktur aus? Das ist eine riesige Herausforderung, weil sich unsere Flotte auf so viele unterschiedliche L\u00e4nder verteilt.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p><strong>Welche Antriebe testen Sie noch?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Neben Wasserstoffantrieb und Solar-Panels zur Energiegewinnung haben wir auch Batteriebusse erprobt, aber gemerkt, dass wir sie aufgrund der fehlenden Infrastruktur auf langen Strecken nicht einsetzen k\u00f6nnen \u2013 noch nicht. Bei der Transformation unserer Flotte wird es nicht die eine Antwort geben, die alle Probleme l\u00f6st, vielmehr l\u00e4uft es erstmal auf einen Technologie-Mix hinaus. Wichtig ist nur, dass wir sofort loslegen. Je l\u00e4nger wir warten, desto schwieriger wird die Umsetzung.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Abgesehen von Ihrem Job \u2013 wie definieren Sie pers\u00f6nlich nachhaltige Mobilit\u00e4t?\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> F\u00fcr mich steht die kollektive Nutzung von Verkehrsmitteln im Vordergrund. Also, dass man sich Fahrzeuge teilt, wann und wo das m\u00f6glich ist. Das kann durchaus Spa\u00df machen. Generell erreicht man schon viel, wenn man wirklich bewusst reist und versucht, das nachhaltigere Fortbewegungsmittel zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Kollektiv oder aber sharing, weil es einfach effizient und nachhaltig ist. Besonders in urbanen Zentren wird uns wahrscheinlich nichts anderes \u00fcbrigbleiben, als Verkehrsmittel zu teilen. Durch meine Lehrbeauftragung an der TH K\u00f6ln bin ich immer wieder in zukunftsweisenden und nachhaltigen Projekten rund um das Thema \u201eZukunft der Mobilit\u00e4t\u201c involviert. Hier forschen und entwickeln wir an Konzepten und Strategien f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von morgen, ganzheitlich und weltweit.<\/p>\n<p><strong>Hand aufs Herz, w\u00fcrden Sie Ihren geliebten Baby-Benz verleihen?<\/strong><\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Warum nicht? Allerdings am liebsten an jemanden, der dieses Fahrzeug auch zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Da bin ich \u00fcbrigens nicht die Einzige, es gibt mittlerweile sogar Sharing-Plattformen f\u00fcr Oldtimer.<\/p>\n<p>Ich bin ein Bef\u00fcrworter des Automobilen Kulturgutes und somit trage ich auch die Verantwortung diesen Enthusiasmus und die kulturellen Aspekte weiterzuvermitteln \u2013 oftmals geht dies am besten \u201ehinter dem Steuer\u201c, um das Fahrzeug und die Technik zu erleben<\/p>\n<p><strong>Sie haben h\u00e4ufig mit wertvollen alten Autos zu <\/strong><strong>tun. Wie sehr besch\u00e4ftigt die Besitzer das Thema Klimaschutz?<\/strong><\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Viele meiner Kunden sind fasziniert von Zukunftstechnologien, insbesondere mit Fokus auf eine nachhaltige Zukunft. Auf der einen Seite pflegen sie die Tradition und lieben es, ihr altes Auto komplett ohne technische Unterst\u00fctzung zu fahren. Aber gleichzeitig sind sie auch mit alternativen Antriebstechnologien zukunftsweisend unterwegs. Ich glaube, dass die meisten dieser Enthusiasten neben dem Interesse am Automobil, ebenso durch die Technik fasziniert sind \u2013 und gar nicht vehement am Oldtimer festhalten m\u00fcssen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Springen wir in die Zukunft: Wie wichtig ist die Digitalisierung f\u00fcr eine gelungene Verkehrswende?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Sie ist entscheidend f\u00fcr die Nutzung kollektiver Verkehrsmittel. Attraktive Angebote allein reichen nicht, sie m\u00fcssen auch smart geplant werden \u2013 nicht umsonst ist bei Flix die Tech-Abteilung der gr\u00f6\u00dfte Bereich. Wir m\u00fcssen wissen: Was wollen die Kunden wirklich? Oder: Wie verbinden wir die Fahrzeuge am intelligentesten miteinander? Wo bietet sich die Gelegenheit f\u00fcr einen Tankstopp? Das wird besonders in Zukunft immer wichtiger, denn es dauert nat\u00fcrlich l\u00e4nger, eine Batterie zu laden. Und was ist, wenn der Bus etwas versp\u00e4tet kommt und dann kein Stecker mehr frei ist?<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Ein reibungsloser Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln ist wichtig. Wenn ich am Bahnhof ankomme und mit dem Bus weiterfahren m\u00f6chte, muss der dort bereitstehen. Im Idealfall leitet mich eine VR-Brille, die an eine App gekoppelt ist, durch den Bahnhof zur Bushaltstelle, das Ticket ist bereits bezahlt und ich muss mir keine Sorgen machen, ob ich den Bus \u00fcberhaupt noch erwische. Diese Erfahrung muss positiv sein. Stehe ich da zwei Stunden herum und warte, mache ich das nie wieder.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p><strong>Egal ob auf Social Media oder in der Eckkneipe, \u00fcberall geht es hoch her, sobald Begriffe wie \u201eTempolimit\u201c oder \u201eLastenfahrrad\u201c fallen.\u00a0 Wie erkl\u00e4ren Sie sich, dass die Frage nach individueller Mobilit\u00e4t emotional so aufgeladen ist?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Wahrscheinlich liegt es daran, dass viele Menschen das Gef\u00fchl haben, dass ihnen etwas weggenommen wird. Verbote sind aber der falsche Weg, um die Leute zum Umdenken zu bewegen. Wichtiger ist es, gute und verl\u00e4ssliche Alternativen anzubieten.<\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Man muss L\u00f6sungen schaffen und Wege ebnen. Ganz ehrlich, niemand steht gerne im Stau. Aber wenn ich Pendler w\u00e4re und w\u00fcsste, die Bahn f\u00e4hrt p\u00fcnktlich vor meiner Haust\u00fcr ab und f\u00fcr die letzte Meile steht auch schon ein Fahrrad f\u00fcr mich bereit, dann w\u00fcrde ich sofort umsteigen. Das w\u00fcrde doch jeder machen.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern k\u00f6nnte die Politik unterst\u00fctzend eingreifen \u2013 ohne Verbote auszusprechen?<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Zellinger:<\/em> Manchmal w\u00e4re etwas mehr Flexibilit\u00e4t w\u00fcnschenswert. Ein Beispiel: In K\u00f6ln d\u00fcrfen unserer Busse nicht in der Innenstadt halten. Das bedeutet, dass die Leute erst raus aus der Stadt fahren m\u00fcssen, um zur Haltestelle zu gelangen, und sich im Zweifel dann doch wieder ins Auto setzen, anstatt mit dem Bus zu fahren. Hier k\u00f6nnte die Politik etwas tun. Generell ist es so, dass wir in Deutschland schon sehr gro\u00dfe H\u00fcrden haben, was die Regularien angeht. Wenn ich sehe, wie meine Kolleginnen und Kollegen hier in Berlin mit Stapeln von Papieren jonglieren, muss ich echt nur den Kopf sch\u00fctteln. Der Vorteil ist, dass wir auf diese Weise bestens aufgestellt sind f\u00fcr die Arbeit in anderen L\u00e4ndern. Weil wir wissen: komplizierter kann es nicht werden.<\/p>\n<p><strong>Beim Fotoshooting hat der <\/strong><strong>knuffige Classic Mini sofort alle Herzen erobert. Und trotzdem: Ist Alltags-Mobilit\u00e4t mit Verbrennungsmotoren noch vertretbar?<\/strong><\/p>\n<p><em>Laura Kukuk:<\/em> Nat\u00fcrlich. Wir d\u00fcrfen uns nicht so starr versteifen und an die eine richtige L\u00f6sung klammern. Auch hier wird mit Verboten agiert, das Verbrenner-Aus f\u00fcr 2035 ist verabschiedet, aber zukunftstr\u00e4chtige Alternativen mit funktionsf\u00e4higer Infrastruktur gibt es nicht. Zumindest f\u00fcr den \u00dcbergang, bevor die Infrastruktur f\u00fcr andere Antriebstechnologien steht, sollte man schauen, welche L\u00f6sung an welcher Stelle Sinn ergibt \u2013 und nicht von vornherein Verkehrsmittel streichen. \u00dcberhaupt gilt: Wenn wir \u00fcber Mobilit\u00e4t von morgen reden, m\u00fcssen wir \u00fcber die von gestern reden. Das Automobil hat unsere Gesellschaft gepr\u00e4gt, es ist hier erfunden worden und hat eine der st\u00e4rksten Industrien hervorgebracht. Denken wir nur mal an die F\u00fcnfzigerjahre, wo alle mit dem VW-K\u00e4fer los d\u00fcsten und das neu gewonnene Freiheitsgef\u00fchl genossen. Da k\u00f6nnen wir nicht einfach sagen: Okay, vergessen wir diese, unsere, gesellschaftspr\u00e4gende Geschichte. Das Auto ist ein Kulturgut. Und wenn wir die Mobilit\u00e4t der Zukunft planen, m\u00fcssen wir uns fragen: Woher kommen wir, wo wollen wir hin? Eine Verkehrswende wird nur gelingen, wenn wir diese Historie am Leben erhalten und weiterdenken.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Laura Kukuks<\/strong> Blick auf Oldtimer ist gnadenlos analytisch. Als weltweit gefragte KFZ-Expertin begutachtet sie oft millionenschwere Fahrzeuge. Daf\u00fcr setzt sie Ultraschallger\u00e4t, Endoskop und Spektroskop ein, nimmt Material- und \u00d6lproben, kontrolliert am Rahmen, die Schwei\u00dfpunkte und die Seriennummern. \u201eWie ein automobiler Sherlock Holmes\u201c, lacht sie. Noch w\u00e4hrend Ihres Ingenieurstudium im Bereich Fahrzeugtechnik arbeitete sie als Entwicklungsingenieurin bei McLaren Automotive in England und parallel, bereits seit der Schulzeit, in dem Ingenieurb\u00fcro Ihres Vaters. Dipl.-Ing. Klaus Kukuk ist ein renommierter KFZ-Sachverst\u00e4ndiger und legte seiner Tochter die Liebe zu Oldtimern in die Wiege. Heute f\u00fchrt sie gemeinsam mit ihrem Vater das vor knapp 40 Jahren gegr\u00fcndete Ingenieurb\u00fcro und ist gemeinsam mit ihren 10 Angestellten weltweit im Einsatz. Besonders h\u00e4ngt die Rheinl\u00e4nderin an ihrem ersten Auto, einem Mercedes 190 aus dem Jahr 1988, auch Baby-Benz genannt \u201eDen hatte ich zwischendurch verkauft, habe ihn aber so vermisst, dass ich ihn wieder zur\u00fcckkaufte.\u201c<\/p>\n<p><strong>Daniel Zellinger<\/strong> besch\u00e4ftigt sich als Teamleiter Flottenstrategie bei der FlixMobility GmbH hauptberuflich mit der Zukunft des Reisens. Das M\u00fcnchner Start-Up eroberte mit FlixBus und FlixTrain in den letzten zehn Jahren sowohl den Asphalt als auch die Schienen. Das Besondere: Anstatt eine eigene Fahrzeugflotte aufzubauen, setzt Flix auf Kooperationen mit Busbetreibern. \u201eWir k\u00fcmmern uns um die bedarfsorientierte Netzplanung, Marketing, Ticketverkauf\u201c, erkl\u00e4rt Daniel Zellinger: \u201eUnd unsere Partner sorgen daf\u00fcr, dass operativ alles klappt und stellen Fahrzeuge und Fahrer zur Verf\u00fcgung.\u201c Ausnahme sind die 1000 Greyhound-Busse, die das Unternehmen vor zwei Jahren kaufte. Heute werden in 40 L\u00e4ndern Europas und Amerikas von gut 4.000 Flix-Bussen \u00fcber 5.500 Ziele angesteuert. Diese Zahlen werden sich aber schon bald nach oben schrauben, denn f\u00fcr 2024 plant FlixBus den Markteintritt in Indien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n<div class=\"col-s-12 col-m-8 col-m-2-offset col-l-6 col-l-3-offset\" style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div class=\"col-s-12 col-m-10 col-m-1-offset col-l-6 col-l-3-offset\" style=\"text-align: justify;\">\n<section class=\"article-box\">\n<div id=\"content-author\" class=\"tab-content\">\n<div class=\"contact-person aside-image\">\n<div itemscope=\"\" itemtype=\"http:\/\/schema.org\/Person\" style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/kukuk.com\/wp-content\/uploads\/Bildschirm\u00adfoto-2024-01-03-um-16.37.40.png&#8220; 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L'ingegnere di tecnologia dei veicoli Laura Kukuk \u00e8 richiesta in tutto il mondo come esperta di auto d'epoca ed \u00e8 convinta della loro sostenibilit\u00e0. Daniel Zellinger di FlixBus \u00e8 convinto che gli autobus moderni siano un'alternativa pi\u00f9 ecologica alle auto. Dove sta andando il viaggio? Alla stessa destinazione, in realt\u00e0. 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