{"id":4637,"date":"2017-02-08T15:14:31","date_gmt":"2017-02-08T14:14:31","guid":{"rendered":"http:\/\/kukuk.com\/?post_type=project&#038;p=4637"},"modified":"2018-10-15T19:28:33","modified_gmt":"2018-10-15T17:28:33","slug":"verguetung-sachverstaendige","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/kukuk.com\/zh\/project\/verguetung-sachverstaendige\/","title":{"rendered":"\u673a\u52a8\u8f66\u8f86\u4e13\u5bb6\u7684\u85aa\u916c"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;section&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; text_font=&#8220;Times New Roman|on|on||&#8220; text_font_size=&#8220;28&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2 align=\"left\">Bundesgerichtshof<br \/>\nMitteilung der Pressestelle<\/h2>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Nr. 57\/2006<\/p>\n<h2 align=\"center\">Verg\u00fctung von Kraftfahrzeug-Sachverst\u00e4ndigen<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;justified&#8220; text_font=&#8220;Times New Roman||on||&#8220; text_font_size=&#8220;22&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2 align=\"left\"><\/h2>\n<p>Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte in zwei F\u00e4llen \u00fcber die Frage zu entscheiden, welche Verg\u00fctung Kraftfahrzeug-Sachverst\u00e4ndigen f\u00fcr die Erstellung von Gutachten \u00fcber Kraftfahrzeugsch\u00e4den gegen\u00fcber ihren Auftraggebern zusteht. Da in beiden F\u00e4llen eine bestimmte Verg\u00fctung bei Auftragserteilung nicht vereinbart worden war, eine Taxe im Sinne von \u00a7 632 Abs. 2 BGB nicht besteht und eine \u00fcbliche Verg\u00fctung im Sinne von \u00a7 632 Abs. 2 BGB nach Auffassung der Berufungsgerichte nicht feststellbar gewesen sein soll, waren diese davon ausgegangen, dass die Sachverst\u00e4ndigen nach \u00a7\u00a7 316, 315 BGB berechtigt gewesen seien, die H\u00f6he der ihnen zustehenden Verg\u00fctung nach billigem Ermessen zu bestimmen. Das Landgericht Berlin war davon ausgegangen, die Bemessung der Verg\u00fctung nach der in dem Gutachten festgestellten Schadensh\u00f6he entspreche billigem Ermessen (Urt. v. 8.4.2005, 56 S 121\/04); das Landgericht Traunstein hat die Auffassung vertreten, eine solche Art der Berechnung der Verg\u00fctung sei unbillig, der Sachverst\u00e4ndige habe vielmehr die H\u00f6he seiner Verg\u00fctung nach dem Zeitaufwand f\u00fcr das Gutachten zu bemessen (Urt. v. 29.7.2005 \u2013 5 S 2896\/04).<\/p>\n<p>In beiden F\u00e4llen f\u00fchrte die Revision zur Zur\u00fcckverweisung der Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht. Der Senat hat entschieden, dass es sich bei dem Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens \u00fcber einen Kraftfahrzeugunfallschaden um einen Werkvertrag handelt. Danach schuldet der Auftraggeber, wenn eine Verg\u00fctung nicht vereinbart ist und eine Taxe nicht besteht, die \u00fcbliche Verg\u00fctung. Die Feststellung, welche Verg\u00fctung \u00fcblich ist, ist nicht schon dann nicht m\u00f6glich, wenn sich kein genauer Betrag ermitteln l\u00e4sst, der \u00fcblicherweise f\u00fcr vergleichbare Leistungen gefordert und bezahlt wird. Vielmehr kann eine im Sinne des \u00a7 632 Abs. 2 BGB \u00fcbliche Verg\u00fctung auch dann bestehen, wenn sich feststellen l\u00e4sst, dass f\u00fcr vergleichbare Leistungen Verg\u00fctungen innerhalb einer bestimmten, begrenzten Bandbreite gefordert und bezahlt werden, so dass das Gericht innerhalb dieser Bandbreite \u00fcblicherweise verlangter und bezahlter Betr\u00e4ge einen regelm\u00e4\u00dfig angemessenen Betrag ermitteln kann. Die f\u00fcr eine solche Ermittlung der \u00fcblichen Verg\u00fctung erforderlichen Feststellungen haben die Berufungsgerichte nicht in dem gebotenen Umfang getroffen.<\/p>\n<p>Nur f\u00fcr den Fall, dass sich auch unter Beachtung der Vorgaben der Revisionsurteile f\u00fcr die neue Verhandlung und Entscheidung eine \u00fcbliche Verg\u00fctung nicht feststellen lassen sollte, hat der Senat darauf hingewiesen, dass der Sachverst\u00e4ndige die Verg\u00fctung nach billigem Ermessen bestimmen kann. Wenn er dabei f\u00fcr Routinegutachten eine an der Schadensh\u00f6he orientierte angemessene Pauschalierung seiner Honorare vornimmt, \u00fcberschreitet er die Grenzen des ihm vom Gesetz einger\u00e4umten Gestaltungsspielraums grunds\u00e4tzlich nicht.<\/p>\n<p>Urteile vom 4. April 2006 &#8211; X ZR 80\/05 und X ZR 122\/05<\/p>\n<p>AG Tempelhof-Kreuzberg &#8211; 5 C 341\/04 &#8211; Entscheidung vom 17.11.2004 .\/. LG Berlin &#8211; 56 S 121\/04 &#8211; Entscheidung vom 08.04.2005<\/p>\n<p>und<\/p>\n<p>AG M\u00fchldorf a. Inn &#8211; 2 C 1190\/03 &#8211; Entscheidung vom 15.04.2004 .\/. LG Traunstein &#8211; 5 S 2896\/04 \u2013 Entscheidung vom 29.07.2005;<\/p>\n<p>Karlsruhe, den 4. April 2006<\/p>\n<p>Pressestelle des Bundesgerichtshof<br \/>\n76125 Karlsruhe<br \/>\nTelefon (0721) 159-5013<br \/>\nTelefax (0721) 159-5501<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesgerichtshof Mitteilung der Pressestelle &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Nr. 57\/2006 Verg\u00fctung von Kraftfahrzeug-Sachverst\u00e4ndigen Der X. 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